Hallo,

 RA Stehmann sychrieb:
> Also, noch einmal der Versuch, Dir die "technische Fakten" zu 
> erklären:
> 
> Bei den Distributionen wurde nicht ein Programm durch ein "anderes"
> ersetzt, sondern lediglich Name, Logo etc. ausgetauscht.

Nein, bzw. die Handhabung mag ja ohnehin bei den Distributionen unterschiedlich 
sein bzw. der Fall den ich kritisiere mag ja bisher nicht aufgetreten sein um 
das zu klären diskutiere ich ja hier.

> Das LO, das die Distributionen ausliefern, ist eine Fortentwicklung
> dessen, was sie als "OpenOffice.org" ausgeliefert haben, 

Bezüglich der Code-Basis ja, bezüglich des Produkts jedoch Nein - LO ist als 
Produkt ganz eindeutig keine Fortentwicklung von go-oo, denn dazu hätten die 
Leute die von OOo weggegangen sind go-oo beitreten müssen und dann einen 
Beschluß fassen das Ganze zukünftig LO zu nennen, genau das ist aber NICHT 
passiert sondern sie haben gleich LO gegründet und die go-oo (die in Persona 
teilweise die Gleichen waren) haben sich daraufhin entschlossen ihr Projekt 
(go-oo) zu beenden und zukünftig als Personen bei LO mitzumachen.

> und hat mehr
> Gemeinsamkeiten mit der Vorgängerversion (und mit LO), als mit dem
> "OpenOffice.org", das das OpenOffice.org-Projekt herausgegeben hat.

vollkommen richtig.

Was aber ändert das an meiner Kritik?

1.
Ich behaupte NIRGENS das irgendeine Linux-Distribution OpenOffice.org 
ausgeliefert hätte und ich weiß das es überwiegend so war das go-oo (oder ein 
modifiziertes go-oo) ausgeliefert wurde und dieses in den Distributionen als 
"OpenOffice.org" bezeichnet wurde.

Ich stelle also fest: es wurde überwiegend go-oo ausgeliefert und als OOo 
bezeichnet, ergo war hier die Bezeichnung eigentlich nicht korrekt. 

2.
Inzwischen wird überwiegend LO ausgeliefert und falls das bzw. wo das ungefragt 
(oder ohne Information) so geschähe das hierbei das go-oo einfach ausgetauscht 
wird, ist das der Austausch eines Programms gegen ein Anderes. 
Gerade rechtlich ist das völlig klar, denn das go-oo-Projekt existierte 
nachweislich als selbstständiges Projekt über Jahre und wurde gleichzeitig 
jedoch NICHT als LO weitergeführt sondern hat sich quasi selbst aufgelöst und 
ist in Form seiner Einzelbeteiligten überwiegend zu LO gewechselt. 
Wenn vergleichweise Firma A Konkurs geht und alle deren Angestellte danach bei 
Firma B arbeiten, ist Firma B deswegen keinesfalls eine umbenannte Firma A, das 
ist der Punkt.



Mir geht es hier auch NICHT, und das schreibe ich von Anfang an, um LO vs. OOo 
vs. go-oo, sondern meine Kritik bezieht sich ganz allgemein darauf das ich es 
nicht für richtig empfinde wenn Linux-Distributionen (unter bereits KONKRET 
genannten Rahmenbedingungen und keineswegs als generelle Betrachtung) eine 
Software ungefragt gegen eine andere tauschen, falls das geschieht bzw. wo das 
geschieht.

Ich kann das hier auch noch weitaus verallgemeinerter sagen, denn worum es geht 
ist das ich es nicht für richtig hielte wenn auf einem Linux-System etwas 
ungefragt geändert wird. Und auch dazu hatte ich bereits klargestellt das sich 
hier "ungfragt" nicht zwingend wörtlich versteht sondern genausogut auch heißen 
kann "ohne Information", denn jede Info, z.B. in release notes, würde mir ja 
schon genügen.



Gruß
Jörg




 

 


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