On Fri, 27 Feb 2009, Lutz Horn wrote:

Ich fasse zusammen: Die Datenbank soll unter der "Open Database Licence
(ODbL)" relizensiert werden, die zwar als "Attribution/Share-Alike for
databases" beschrieben wird, dies aber, wie wir schon festgestellt
haben, gerade *nicht* ist. Die Einzeldaten sollen unter einer Lizenz neu
lizensiert werden, die im Stil der BSD-Lizenz nichts mehr mit SA zu tun
hat.

Das ist gar nicht gut.

Doch. Wenn Du Dir Software anschaust, dann wirst Du feststellen, dass BSD oder GPL für die Weiterentwicklung keinen Unterschied macht. Es ist die Gemeinschaft die hinter einem Projekt steht, welche die Dynamik festlegt. Und bei OSM ist auch die Lizenz vollkommen nebensächlich für die Weiterentwicklung. Wählen wir eine freie Lizenz, dann ist der Nutzen von OSM größer und die hinter OSM stehende Gemeinschaft wird auch breiter. Wählen wir eine eingeschräkte Lizenz, so ist der Nutzen geringer.

Die Lizenz hat noch nie den Ausschlag für die Projektdynamik gegeben, sie gibt aber wohl den Ausschlag für die Interoperabilität mit anderen. Und im Gegensatz zu Software entwickeln wir OSM ja nicht zu Selbstzweck, sondern wir wollen ja, dass die Daten (und nicht nur unsere Datenaufbereitung) genutzt werden.

Und wie Frederik schon sagt würde ich z.B. auch eine reine Public-Domain-Variante akzetieren. Ich verliere nichts dadurch, kann aber viel gewinnen (z.B. bessere Navigationssysteme).

Jedes Mal kommt Jubel und Freude auf, wenn irgendwer OSM Daten schenkt oder wie Yahoo das Abzeichnen von Karten erlaubt, aber dann meinen einige, dass die eigenen Daten unbedingt stark geschützt werden müssen. Das passt nicht zusammen. Deshalb wird es Zeit die Lizenzfrage endlich zu verbessern.

Ciao
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