Am 7. Januar 2011 12:02 schrieb Markus <[email protected]>: > "Node" (engl.) bedeutet "Knoten". > "Node" (OSM) bedeutet "geoinformatisches Element 'Punkt'".
"node" bedeutet allerdings nicht Knoten, wie er beim Knüpfen verwendet wird. Das wäre "knot". Es ist Knoten wie bei Knotenpunkt. > Wenn ich also einem Anfänger erklären will, wie er beispielsweise eine > Telefonzelle eintragen kann, dann sage ich nicht: > "mache einen 'Node' und schreibe in der rechten Spalte unter 'Eigenschaften' > Schaltfläche 'Hinzufügen' in das Feld 'Schlüssel' das Wort 'amenity', oder > wähle alternativ aus der Liste 'Schlüssel' den Tag 'amenity', und schreibe > in das Feld "Wert' das Wort 'telephone', oder wähle alternativ aus der Liste > 'Wert' den Tag 'telephone'". > (übrigens: JOSM hat schon fast alles richtig übersetzt!) > > Sondern ich sage: > "Mache einen Punkt und wähle im Menü 'Vorlagen' unter 'Einrichtungen' und > nochmal 'Einrichtungen' die Eigenschaft 'Telefon'". dann hat er schonmal nicht gelernt, dass man beliebige Tags verwenden kann ;-) >> in der JOSM Dokumentation wird konsequent von "Punkt" und "Linie" >> gesprochen, im >> Programm selber werden jedoch "Knoten" und "Weg" verwendet (und beim >> Merkaator wird "Knoten" und "Strasse" verwendet). > Ja, das verwirrt. ja, ist allerdings per Definition ein Problem der Doku, nicht des Programms. > Ursache ist m.E. die in allen Fachbereichen anzutreffende schlechte > Gewohnheit, "Fachchinesisch" zu sprechen. Dadurch versucht der Fachmann dem > Laien zu zeigen, dass er Fachmann ist. Er konstruiert eine eigene Identität, > die ihn aber gleichzeitig vom Laien entfernt, und die Kommunikation > missverständlich bis unmöglich macht (siehe IKEA). mal von der Laienpsychologie weg: Fachwörter dienen dazu, etwas kurz und dennoch präzise zu beschreiben, da sie genau definiert / voneinander abgegrenzt sind. Wenn der Architekt dem Zimmermann sagt: mach' da mal ein schräges Dach drauf, dann ist das Ergebnis eben eine Überraschung... > Hilfreich ist, im Umgang mit den "Kunden" möglichst immer deren > Alltagssprache zu benutzen, damit man verstanden werden kann. > Also auch bei Dingen, die im Alltag des Kunden nicht vorkommen, diese in > seiner Alltagssprache zu umschreiben. > Und nur da wo es /gar/ nicht anders geht - und es geht fast immer anders! - > einen zusätzlichen Begriff zu benutzen, und diesen und seine Bedeutung > entsprechend ausführlich und verständlich zu erklären. Ich würde das noch etwas ausdehnen: wenn es sich um extrem häufig vorkommende Fachwörter handelt, also die Basis der Materie (hier: Node und Way, Relation), dann schadet m.E. zuviel Bemutterung dem Schüler mehr, als sie ihm erspart. > Bei OSM beispielsweise die "Relation". Wieso. "Beziehung" ist doch wunderbar verständlich. Man kann _alles_ umschreiben, die Frage sollte sein: "ist es sinnvoll?" > Das ist aber bei "Punkt" und "Linie" nicht erforderlich. "Punkt" mag noch angehen, Linie halte ich für falsch und schädlich, weil verwirrend (zig Bedeutungen ;-) ). Wenn dann Linienzug. > Das ist für den Benutzer noch nicht ergonomisch genug. > Es zwingt ihn immer noch, eine neue Sprache zu lernen. das muss er sowieso, die Frage ist nur, welche Wörter er dafür benutzt. > "Attribut" ist ein Fachbegriff aud der DB-Technik. Es ist viel älter und passt ziemlich gut, s.z.B. hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Attribut_%28Philosophie%29 Dass es immer ein Schlüssel/Wert-Paar ist, sollte man natürlich erwähnen. ("Schlüssel" ist z.B. ein Wort aus der Alltagssprache, das einem Neuling trotzdem nicht weiterhilft). Gruß Martin _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

