On Fri, Jan 24, 2003 at 11:58:11AM +0100, Martin Schmitt wrote:
>
> Rudiger Bub sagte:
>
> > Journalisten sind meiner Ansicht nach in ihrer Mehrheit nicht
> > Inkarnationen der Unbildung ("N�mlich nix.") sondern Vertreter einer
> > soliden Halbbildung, aufgemotzt mit einer guten Dosis Arroganz, wie man
> > sie auch bei einer anderen artverwandten Kaste (Politiker) oft genug
> > antrifft.
>
> Huuuh, jetzt gehts aber ans eingemachte. :-)
>
> Was ich jedenfalls noch hinzuf�gen will: Wenn in Zeitungen ein einfacher
> englischer Halbsatz wie "Germany has been a problem" nicht im Sinne des
> Originals ins Deutsche �bersetzt wird, dann will ich lieber nicht daran
> denken, was bei der �bersetzung dieser ganzen funky Al-Jasira-Screenshots
> alles schiefgeht.
>
> Langsam wirds wirklich Zeit f�r einen Volkshochschulkurs Hocharabisch,
> damit man sich die "feindliche" Propaganda nicht st�ndig aus zweiter Hand
> servieren lassen mu�.
Eine wirklich krasse Fehl�bersetzung ist
Dschihad = "Heiliger Krieg".
V�llig daneben, wird aber st�ndig und unwiedersprochen von allen
Seiten instrumentalisiert, um Terrorismus aus dem Islam zu
rechtfertigen oder dem Islam diese zu unterstellen.
"Heiliger Krieg" kommt von den Kreuzz�gen und wurde - glaube ich-
von Journalisten seit den 60ern oder sowas rum f�r Dschihad
eingesetzt.
Dschihad heisst eigentlich sowas wie "Anstrengung, Aufgabe". Den
richtigen Weg finden und gehen.
Dass Krieg aus dem Koran heraus etwas heiliges sein soll,
ist v�lliger Quatsch (nach allem, was ich weiss).
Man �berlege sich mal, wie sehr das allgemeine Bild des Islam bei
uns und selbst in vielen Teilen der arabischen Welt von dieser
b�swilligen F�lschung beeinflusst ist.
Das nenne ich einen Fall gelungener Orwellscher Propaganda.
:-/
- Bj�rn
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