"Stefan Weigel" <[email protected]> schrieb ...

Open Source bedeutet nicht gleich automatisch, dass die Software auch für
gewerbliche Zwecke eingesetzt werden darf.

Doch, eigentlich schon.

Nein.

Naja. Wer "Open Source" sagt, bezieht sich meist auf die Definition des
Begriffs durch die Open Source Initiative (OSI).

http://de.wikipedia.org/wiki/Open_source#Definition_der_Open_Source_Initiative

Und da heißt es ausdrücklich: Die Software darf beliebig kopiert,
verbreitet und genutzt werden: Für Open-Source-Software gibt es keine
Nutzungsbeschränkungen.

Aber das ist nicht die Definition von 'Open Souce' per se, sondern das sind
die
Lizenzbestimmungen der OSI; und die kann das nur *für* *sich* *selbst* (bzw.
Mitglieder usw.) festlegen. Die OSI hat aber den Begriff 'Open Source' nicht
gepachtet (auch wenn die OSI das natürlich gerne so sähe; genauso weing hat M$ das Internet gepachtet usw.). Es gibt konkurrierende Lizenzen mit alternativen Bestimmungen, z.B. die GPL.

Insofern ist die Aussage in obiger Wiki-Page 'Open-Source-Software steht
unter einer von der Open Source Initiative (OSI) anerkannten Lizenz.'
falsch; sie gilt nur für *die* Software, die unter der OSI-Lizenz steht
(womit sich die Definition in den eigenen Schwanz beist). Die von Dir
zitierte Page nennt ja selbst u.a. PGP und GPL als /nicht/ unter diese
Definition fallend.

Der Begriff 'Open Source' bedeutet in erster Linie, daß der Sourcecode
offengelegt ist und von jedermann eingesehen werden kann. Er bedeutet aber
*nicht* automatisch (auch wenn das häufig gleichzeitig der Fall ist), daß
der Autor damit irgend welche Rechte freigibt. Die Annahme, daß etwas, das /häufig/ passiert, zwangsweise /immer/ geschehen müsse, ist schlicht schlaf.

Wolfgang
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