Hallo Jörg,
> Worum bitte soll es sonst gehen wenn es sich hierbei um die Gruppe
> handelt die den Begriff "OpenSource", in dem Sinne wie wir ihn hier
> verstehen, überhaupt erst geprägt hat?
Sorry, wenn ich dir hier widerspreche, aber sie haben nur _eine_ der
Auslegungen des Begriffs exakt definiert. Das bedeutet nicht, dass dies
die einzige mögliche Definition ist.
> Die OSI ist schlicht die Organisation die die Gruppe, die erstmalig
> den Begriff "OpenSource" geprägt hat (als Marketinginstrument, weil
> man den Begriff "Freie Software" für kommerzielle Verwendung für
> weniger gut zu kommunizieren hielt), als Organisation zur
> Propagierung ihrer Ziele, ihres Begriffes "OpenSource" gegründet hat,
> quasi die 'Mutter' der OpenSource-Bewegung wie wir sie verstehen.
Zu meinen Programmiererzeiten (in grauer Vorzeit, also vor knapp 20
Jahren) gab es im wesentlichen zwei Begriffe: Freeware und Public
Domain. Es gab auch dort verschiedene Meinungen, wobei Freeware
zumindest kostenlos war, manchmal aber auch weitere Rechte gewährt
wurden. Public Domain hieß i.A. dass der Sourcecode beilag und man
damit frei basteln und weiterentwickeln konnte, wobei es gelegentlich
Einschränkungen gab. Im Extremfalle konnte man dann ein Programm in
beide Schubladen legen... Zumindest in dem "Dunstkreis" in dem ich
gearbeitet habe, war daher "quelloffen" ein stehender Begriff und
umfasste fast alle PD-Programme und diejenige Freeware, bei der der
Sourcecode _vollständig_ beilag.
Wenn ich mir die Situation nun näher anschaue, so will mir scheinen,
dass die OSI-Definition von "Open Source" weit näher an dem liegt, was
damals als "Public Domain" bezeichnet wurde.
> Es gibt praktisch keine Gruppe, Verein, Organisation,
> etc. die sich für eine 'Andersdefinition' des "OpenSource"-Begriffes
> jeseits der DEfinition der OSI starkmacht.
Ich werde jedenfalls in Zukunft klar trennen! Mag "Open Source" von nun
an der Definition der OSI gehören. Ich werde mir aber vorbehalten den
Begriff "Quelloffen (nicht in Sinne der OSI)" für Software zu
verwenden, der Quellcode vollständig offen liegt.
> > Dass hinterher (zeitlich gesehen) andere kamen und versucht
> > haben/versuchen Open Source umzudefinieren...ist ein
> > anderes Bier...(
> > siehe FSF, GNU usw.) und die OSI gibts noch gar nicht so lange.
>
> Tut mir Leid, ich habe keine Ahnung was Du damit sagen willst, bzw.
> wer was umdefiniert haben soll - die OSI, bzw. die Personen die sie
> begründet haben, waren die eigentlichen Väter des Begriffes
> "OpenSource" in dem Sinne in dem wir ihn verwenden...
Es gab und gibt aber Leute, die eine andere Definition verwenden,
nämlich die einfachere: Quelloffen. Die Belegung von "Open Source" mit
den zusätzlichen Bedingungen halte auch ich für problematisch! Es
fordert ein wenig zum Widerspruch auf...
> insgesamt:
> Das der Begriff "OpenSource" rein theoretisch auf vielerlei Art
> ausgelegt werden kann, bestreitet niemand, umsoweniger da dieser
> Begriff keinen gesetzlichen Schutz genießt. Das auch niemand
> rechtlich verpflichtet ist sich an Begriffsdefinitionen der OSI
> halten stellt hier auch niemand in Frage. Das alles sind aber nur
> rein theoretische Möglichkeiten, die in der Praxis nirgens relevant
> zu Tage treten, da praktisch jeder der bei Software von "OpenSource"
> spricht, damit OpenSource im Sinne der Begriffsdefinition der OSI
> meint.
Dann sollte man in Zukunft auch definitiv _immer_ "OpenSource im Sinne
der OSI" schreiben. Das "OpenSource" derartig weit gefasste
Zusatz-Eigenschaften erfüllen muss, kommt in dem Wort beim besten
willen nicht zum Ausdruck...
Gruß,
Michael
p.s. Nein, Microsoft-Windows ist auch in meiner eingeschränkten
Definition wirklich _nicht_ quelloffen, da fehlt mir das _vollständige_
Offenlegen des Sourcecodes gegenüber jedem Nutzer ;-)
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/ / / / /__/ Michael Höhne /
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