Bernd Eilers schrieb:
Hi Michael,
bei solchen Vertragsbedingungen kann man IMHO nicht wie du es tust
davon sprechen du hättest dort in einem Open-Source Projekt
mitgearbeitet.
Open Source ist tatsächlich etwas anderes und mehr als nur wir haben
irgendjemandem gegenüber die Quellen mal offengelegt oder mitgeliefert.
Lies mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Source
da geht es im Wesentlichen um das Verständnis einer speziellen Gruppe .
(eben der OSI)
Sicher gibt es bestimmt dutzende von ähnlichen Projekten bei denen
neben einer binär Version auch Source Code an einen Auftraggeber
weitergeben wird aber die Lizenz/Vertrags-bedingungen eigene
Weiterentwicklung am Source Code durch den User oder z.B. auch die
Weitergabe des Source Codes ausschliesst. Eine solche Lizenz fällt
dann aber nicht mehr unter den "Open Source" Begriff. Eine Lizenz muss
schon bestimmte Eigenschaften aufweisen damit sie eine Open Source
Lizenz ist die über ein Person X darf auch mal in den Quellcode
schauen hinausgehen. Wer bei Lizenz/Vertragsbedigungen die diese
Eigenschaften nicht aufweisen von Open Source spricht verkennt die
eigentlich engergefasste Bedeutung des Begriffs bzw. hat sie nicht
verstanden.
was nun Open Source oder OSI-Lizenz ?
ansehen und nachmachen ist was anderes als 1 zu 1 abschreiben... und
nicht alles was veröffentlicht ist, darf von anderen ohne Genehmigung
weiterverwendet werden... dabei ist es fast egal, ob es um
Software(quelltext) oder Bücher oder Musik oder..... geht.
Nicht umsonst wurde einiges an Software "neu geschrieben", um
urheberrechtlichen und lizenzrechtlichen Problemen aus dem Weg zu
gehen! Meist ging es dabei um Open Source ..also allgemein bekannte
Quelltexte... das einfachste Beispiel ist mehr oder weniger Linux
..abgeleitet von Unix, mit Einsicht in die Unix-Quellen, aber eben
nicht 1-zu-1 "abgekupfert" ...
Dass hinterher (zeitlich gesehen) andere kamen und versucht
haben/versuchen Open Source umzudefinieren...ist ein anderes Bier...(
siehe FSF, GNU usw.) und die OSI gibts noch gar nicht so lange.
Ich weiss auch, dass Debian das etwas anders definiert...
aber: ach sag einfach, was die Unixquellen sind!
Sie sind ja öffentlich, für alle verfügbar...aber nicht "abschreibbar"
ohne Lizenzgebühren. Zumindest so der Stand vor einiger Zeit. Natütrlich
kann Novell damit machen, was sie wollen ..z.B. untern GPL stellen oder
BSD_lizenz oder so...
Gruß,
Bernd
Michael Höhne wrote:
Am Freitag, 13. Februar 2009 schrieb Fred Ockert:
Jörg Schmidt schrieb:
Hallo Stefan, Hallo Eric, *,
Stefan Weigel schrieb;
Doch, eigentlich schon.
Du hast völlig Recht.
selten soviel Unsinn gelesen!
Open Source ..wie der Name sagt: offene/öffentliche Quellen... mehr
nicht!
Den Rest regelt die Lizenz ...als Beispiel (die genauen Bezeichner
der Lizenzsysteme habe ich nicht extra rausgesucht) GPL, LGPL,
BSD-Lizensierung, Mozilla-Lizenzmodell usw. oder aber auch Sun's
Lizensierungsmodell, das u.a. für OpenOffice.org verwendet
wird/worden ist ... und natürlich kann jeder sein eigenen
Lizenzsystem
verwenden...sowohl für Opensource als auch für Closedsource...
Exakt! Ich habe vor etlichen Jahren in einer Geophysik-Firma
gearbeitet und an einem Open-Source-Projekt mitprogrammiert. Es ging
um ein Programm mit dem die gefahrene Route eines Wracksuchschiffes
auf eine Seekarte übertragen wurde. Heute würde man wohl "Geotagging"
sagen ;-)
Wir haben das Programm komplett im Source-Code übergeben, wobei das
BSH in Hamburg laut Vertragsbedingungen das Programm nur auf einem
der drei Schiffe einsetzen durfte. Trotz der Übergabe des Sourcecodes
war auch die Verwendung zur Änderungen des gelieferten Programmes
oder gar die Verwendung von Teilen des Code zur Erstellung eines
neuen Programmes nicht erlaubt. Dafür musste grundsätzlich einer von
uns auf das Schiff.
Das ist ein hübsches Beispiel für absolut unfreie OS-Software.
Gruß,
Michael
Fred
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