Hi Michael,
bei solchen Vertragsbedingungen kann man IMHO nicht wie du es tust davon
sprechen du hättest dort in einem Open-Source Projekt mitgearbeitet.
Open Source ist tatsächlich etwas anderes und mehr als nur wir haben
irgendjemandem gegenüber die Quellen mal offengelegt oder mitgeliefert.
Lies mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Source
Sicher gibt es bestimmt dutzende von ähnlichen Projekten bei denen neben
einer binär Version auch Source Code an einen Auftraggeber weitergeben
wird aber die Lizenz/Vertrags-bedingungen eigene Weiterentwicklung am
Source Code durch den User oder z.B. auch die Weitergabe des Source
Codes ausschliesst. Eine solche Lizenz fällt dann aber nicht mehr unter
den "Open Source" Begriff. Eine Lizenz muss schon bestimmte
Eigenschaften aufweisen damit sie eine Open Source Lizenz ist die über
ein Person X darf auch mal in den Quellcode schauen hinausgehen. Wer bei
Lizenz/Vertragsbedigungen die diese Eigenschaften nicht aufweisen von
Open Source spricht verkennt die eigentlich engergefasste Bedeutung des
Begriffs bzw. hat sie nicht verstanden.
Gruß,
Bernd
Michael Höhne wrote:
Am Freitag, 13. Februar 2009 schrieb Fred Ockert:
Jörg Schmidt schrieb:
Hallo Stefan, Hallo Eric, *,
Stefan Weigel schrieb;
Doch, eigentlich schon.
Du hast völlig Recht.
selten soviel Unsinn gelesen!
Open Source ..wie der Name sagt: offene/öffentliche Quellen... mehr
nicht!
Den Rest regelt die Lizenz ...als Beispiel (die genauen Bezeichner
der Lizenzsysteme habe ich nicht extra rausgesucht) GPL, LGPL,
BSD-Lizensierung, Mozilla-Lizenzmodell usw. oder aber auch Sun's
Lizensierungsmodell, das u.a. für OpenOffice.org verwendet
wird/worden ist ... und natürlich kann jeder sein eigenen
Lizenzsystem
verwenden...sowohl für Opensource als auch für Closedsource...
Exakt! Ich habe vor etlichen Jahren in einer Geophysik-Firma gearbeitet
und an einem Open-Source-Projekt mitprogrammiert. Es ging um ein
Programm mit dem die gefahrene Route eines Wracksuchschiffes auf eine
Seekarte übertragen wurde. Heute würde man wohl "Geotagging" sagen ;-)
Wir haben das Programm komplett im Source-Code übergeben, wobei das BSH
in Hamburg laut Vertragsbedingungen das Programm nur auf einem der drei
Schiffe einsetzen durfte. Trotz der Übergabe des Sourcecodes war auch
die Verwendung zur Änderungen des gelieferten Programmes oder gar die
Verwendung von Teilen des Code zur Erstellung eines neuen Programmes
nicht erlaubt. Dafür musste grundsätzlich einer von uns auf das Schiff.
Das ist ein hübsches Beispiel für absolut unfreie OS-Software.
Gruß,
Michael
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