> Er hat tats�chlich gesagt:

"tats�chlich" = "dem Wortlaut nach" ?
Oder aufgrund von welchem Ma� an Interpretation ?

> - Deutsche werden als T�tervolk bezeichnet. (Was sie nicht werden)

Indirekt schon, in vielfacher Weise.  S. Goldhagen, Berlusconi.

Wenn man den Tabuisierungs-Ritualen etwas positives abgewinnen will, dann
ja gerade ihre erzieherische Wirkung darin, die unvermeidbare
T�tervolk-Rolle w�rdig zu spielen.

> - Man k�nnte Juden als T�tervolk bezeichnen. (Und wiederholt damit ein
> NS-Argument.)

Wer mit Messer und Gabel isst, wiederholt eine NS-Gepflogenheit.

In assoziativem Denken dieser Art liegt die Irrationalit�t der Reaktion
weitgehend begr�ndet.

> - Weil man Juden nicht als T. bezeichnen kann, kann man es auch nicht
> mit D.
> - D. Die Verantwortung noch aufzub�rden ist ungerecht.
> (Revisionistenargument.)

Wieder assoziatives Denken.

> - Atheisten neigen dazu, zu mordenden Faschisten oder
> Bolschewisten/Kommunisten zu werden.

So sagt er es m.E. nicht.

Es geht hier um Betrachtungen �ber Zivilisationen, wie sie jeder
Kulturphilosph (z.B. Max Weber) anstellt.  Etwa: was h�lt eine
Zivilisation zusammen, wie kommt die �ffentliche Moral zustande, die ihr
die Kraft gibt, allerlei Krisen (einschlie�lich der st�ndigen Gefahr eines
Umkippens ins B�se) zu meistern.

Es gibt freilich Gruppen, die allergisch gegen diese Art von Betrachtung
reagieren.  Sei es, dass das Aufschreien f�r angeblich benachteiligte
Gruppen (z.B. Atheisten) zu ihrem Beruf geh�rt, sei es, dass sie einem
apolitisch-individualistischen Dogma anh�ngen (wonach z.B. alles von
selbst in Ordnung kommt, wenn nur die Individuen sich entfalten) und
diesen reflex-artig gegen allerlei Bedrohungen durch Vertreter
irgendwelcher �ber-individueller (kollektiver, religi�ser) Werte sch�tzen.

> >Der Typ ist ein Spieler, der spielt mit rethorischen Versatzstuecken, OHNE
> >sich irgendwie festzulegen.
>
> Das *t�uscht* eben. er sendet seiner Clique in aller �ffentlichkeit
> Botschaften wie: "Guck mal, ich rede am Nationalfeiertag �ber
> Gerechtigkeit f�r die Nation."

�ber was soll man denn am Nationalfeiertag reden ?

> Und das ist eben KEINE Projektion.

Mag sein.  Die Bedeutung, die du dem beimisst, beruht aber vielleicht auf
Projektionen.

-- 
Hartmut Pilch, FFII e.V. und Eurolinux-Allianz            +49-89-18979927
290.000 Stimmen 2000 Firmen gegen Logikpatente      http://noepatents.org/
Innovation statt Patentinflation                    http://swpat.ffii.org/


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