On 16.07.2010 09:41, Andre Schnabel wrote:
Moin,



Wenn man für die eigentliche Übersetzung eine Datenbank verwendet,
sollte diese direkt in das im SCM verwendete Format im - und
exportieren. Das SCM-Format sollte auch möglichst effizient in Bezug auf
diffs sein (was für das sdf-Format so nicht gilt).

Veto!
Ein gut zu diffendes Format mag ja für SCM sinnvoll sein, ein Übersetzungs-
Prozess hat aber diverse Anforderungen, die ein komplexeres Dateiformat
notwendig machen.
Eigentlich betrifft der Großteil unserer Übersetzungen sowieso die Hilfe
und die ist als XML-Format schon schlecht zu diffen (schöne Grüße
vom PrettyPrinting während des 3.2.0 releases).

Übersetzungen in einem gut zu diffenden Format abzulegen ist etwa so
sinnvoll, wie ein Benutzerhandbuch in Plaintext.

Ein schlecht zu diffendes Format lässt aber das Repository explodieren. Das ist momentan schon nicht mehr akzeptabel. Irgendwann besteht unser Repository zu mehr als 50% als l10n. Jeder, der damit arbeitet, zahlt dafür den Preis.

Aber OK, wenn wir endlich mal l10n aus dem OOo Repo raus hätten, müssten dann nur noch diejenigen den Preis zahlen, die den Schmerz haben wollen. :-)

Ich weiß, jetzt werden sicherlich die Einwände kommen, dass es ja für
viele Übesetzer unzumutbar ist, ein SCM wie Mercurial zu benutzen,
Pootle ist ja sooo viel einfacher. Das mag ich aber gar nicht glauben,
noch dazu wo man für Mercurial notfalls auch GUI Frontends entwickeln
kann (für Windows gibt es schon mindestens eines).

Die Zeiten, in denen jeder Autofahrer seinen Motor selber wechseln konnte
sind auch vorbei. Das hat nichts damit zu tun, ob ein Tool nun einfacher
als das andere ist oder nicht - das hat was mit sinnvoller Arbeitsteilung
zu tun und damit, dass man sich auf seine eigentliche Aufgabe
konzentrieren kann und für diese Aufgabe die richtigen Werkzeuge benutzt.

Richtig. Nur sind die "richtigen" Werkzeuge nicht automatisch die, die möglichst ohne Hirneinsatz benutzt werden können. Mann muss bei der Effizienz von Werkzeugen immer den kompletten Prozess im Auge behalten, nicht nur den einzelnen Arbeitsschritt. Sonst optimiert jeder seinen eigenen Teil und es knirscht an den Schnittstellen. Wie bei unserem heutigen Prozess. Um deine Analogie aufzugreifen: natürlich soll man nicht selbst den Motor wechseln. Vielmehr soll der so gut funktionieren, dass man "oben drauf" ein schönes Chassis bauen kann. Das sehe ich heute nicht als gegeben an.

Ciao,
Mathias

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Mathias Bauer (mba) - Project Lead OpenOffice.org Writer
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