Gust, Dieter wrote:

> Ein OTF-Font mag zwar Type 1 Glyphenbeschreibungen haben, er ist aber ein 
> Font der Unicode Codepoints verarbeitet und technologisch bis auf die 
> Glyphenbeschreibungen ein TrueType Font darstellt und kein Type 1 Font 
> (so meine Interpretation der Spec).

Hallo Dieter,

so hatte ich das auch verstanden…

> 
> Type 1 CID ist ein uraltes Font-Format und mitnichten Unicode basiert!

… und das hier wusste ich nicht so recht zu interpretieren. Fakt ist, 
dass jeder Illustrator-EPS-Export aus der OTF sowas macht, egal, mit 
welchen Parametern/Versionen. Selbst die Acrobat-8-kompatible PDF aus 
Illustrator zeigt "T1 CID" als eingebettete Schrift an.

> Sind die Schriften eigentlich bei Euch in Windows installiert 
> (bei mir sind sie es jedenfalls nicht)?

Ich habe es mit mehreren Varianten versucht. Normalerweise verwalte ich 
alle Asia-Fonts mit FontAgent Pro, damit sie mir die FNTCACHE.DAT nicht 
zumüllen. Als ich auf die hier besprochenen Schwierigkeiten stieß, habe 
ich sie nacheinander im Windows-Fontordner und dann im Adobe-Fontordner 
installiert, was aber alles keinen Unterschied ergeben hat.


> Im Falle, wo das Kopieren nach Word klappt (InDesign-PDF), landen wohl in 
> Word auch 
> Unicode Codepoints, weil ich dann beliebige andere japanische 
> Unicode-Schriften in 
> Word zuordnen kann und der Text erhalten bleibt.

Was bedeutet, das InDesign hier wohl sauberer arbeitet.

> 
> Also was macht das Illustrator-EPS Schrift-Encoding kaputt bzw. welche 
> Nicht-Unicode-Altlast rettet das Kopieren auf dem Mac :-)?

Es scheint wirklich mit der Schrift zu tun zu haben. Wie ja 
zwischendurch erwähnt, wenn ich in Illustrator die MS Mincho statt der 
HeiseiKaku verwende, dann klappt es auch mit Acrobat Win.

> 
> Zum Thema Illustrator und CID Fonts hier noch ein Link:
> http://www.adobe.com/type/opentype/qna_japanese.pdf
> 
> Was da steht, muss ich zugeben, verstehe ich bei weitem nicht im Detail. 
> Aber es "riecht nach Adobe und Apple Spezialitäten" aber überhaupt nicht 
> nach offenen Standards und Unicode...

Abgesehen davon, dass die Datei von 2002 und somit nur teilweise aktuell 
ist, lese ich da eben gerade KEINE Spezialitäten, siehe z.B.: "Adobe’s 
OpenType fonts do not contain platform-specific features in
order to achieve true cross-platform and document portability"


> Was übrigens, Ihr lieben Apple Fans, ich immer wieder entdecke: Wenn etwas 
> auf dem Apple klappt und auf dem PC nicht, dann  nicht unbedingt deshalb, 
> weil Apple Standards besser berücksichtigen würde als Microsoft...

Ich betrachte mich als weitgehend echten "Cross-Plattformer", wenn man 
das so bezeichnen kann, unabhängig von persönlichen Präferenzen. Ich 
arbeite seit 1995 auf Mac wie Win. Insofern und auch hinsichtlich des 
Faktors "Professionalität" bin ich froh um alles, was einwandfrei 
funktioniert, und will wissen, warum was wie nicht funktioniert. Und 
hier funktioniert ganz offensichtlich etwas nicht optimal, und dass es 
auf dem Mac aber geht, habe ich im Zuge der um Vollständigkeit bemühten 
Erforschung einfach - und wertfrei - festgestellt. Wenn's der Seele 
guttut: Kopieren der Texte in Acrobat Mac und einfügen in Microsoft Word 
2004 Mac führt NICHT zu einem vernünftigen Ergebnis. Wohl aber das 
Einfügen in NeoOffice Mac :-)

> Das Motto von Apple ist ja bekanntlich "think different" ;-)

Ich denke, unser gemeinsames Problemkind heißt in diesem Falle Adobe. 
Plattformunabhängig :-)

Schöne Grüße,
Bernd
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