Bezug:
Betreff: Re: Langfassung: Über die Darstellung einer deduktiven Wissenschaft als Deduktgeflecht
Absender: h0228kdm
Empfänger: Diskussionsforum für Wissensorganisation
(1) Datum: 2013-04-05 23:31
(2) Datum: 2013-04-07 11:56
(3) Datum: 2013-04-07 20:52
Sehr geehrter Herr Umstätter,
zu (1): Ich meine stets fachinterne/externe Wissensorganisation, nicht fachinternes/externes Wissen; doch die Diskussion über das Erstere möchte ich aussetzen, bis klar ist, was man unter einer Systematisierung zu verstehen hat. Mit der Definition ‚Wissen ist begründete Information‘ kann ich mich nicht anfreunden. Den Wissensbegriff vermeide ich so gut es geht; für mich wichtig sind in diesem Zusammenhang nur wahre Aussagen.
Zu (3): Das wissenschaftstheoretische Thema hebe ich mir für später auf; ich fürchte, es würde die Diskussion um die Systematisierung, sofern sie überhaupt zustandekommt, zu sehr stören.
Sie erwähnen in Ihren Beiträgen mehrfach die Planckeinheiten. Da es sich hierbei um ein innerphysikalisches Thema handelt, ich aber ganz allgemein den Bauplan einer deduktiven Wissenschaften behandele, bei dem einzelwissenschaftliche Fragen keine Rolle spielen, möchte ich hier nicht weiter auf dieses Thema eingehen. Für Sie interessant könnte vielleicht die sogenannte Dimensionsanalyse sein, bei der man versucht, über die Dimensionen Naturgesetze zu erschließen. Einzelheiten finden Sie unter:
HUNTLEY, H. E. (1952): Dimensional Analysis. Macdonald & Co., London, 1952.
PALACIOS, J. (1964): Dimensional Analysis. Macmillan & Co. LTD, London/St. Martin’s Press, New York, 1964.
Viele Grüße
Peter Jaenecke
