Frau Ingetraut Dahlberg sei für ihren Beitrag gedankt der die Dinge wieder ins Lot bringt.
W.Koch SaoPaulo ao.Univ.-Prof.em.Dr.Walter Koch AIT - Angewandte Informationstechnik GmbH Klosterwiesgasse 32/1 A-8010 Graz Austria/Europe Mobile: 0043 664 3556521 Skype: kochwgraz Email: [email protected] Am 10.05.2013 um 13:58 schrieb [email protected]: > Lieber Herr Jaenecke, > Sie haben sich mit Ihrer anscheinenden Systematik einer Tabelle zur > Systematisierung viel Arbeit gemacht. > Jedoch muß ich Ihnen sagen, dass man Objekte etc. aus Spalte 1 nicht > asystematisieren kann, sie lassen sich ordnen oder anordnen, aber eine > Systematisierung geht nur über die Begriffe der Objekte oder von > Sachverhalten, denn Wissen ist nur im Begriff und in Aussagen mit Hilfe von > Begriffen. Begriffe sind entweder analysierbar oder können aus Merkmalen > ihrer Bezugsgegenstandes gewonnen werden. Durch die Merkmale eines Begriffs > (nicht etwa seinen Eigenschaften) sind Zusammenhänge zwischen Begriffen > erkennbar und systemierbar. Das habe ich aber schon 1974 in meinem Buch > "Grundlagen universaler Wissensordnung" und in späteren Veröffentlichungen > gesagt, zusammenfassend auch noch einmal in dem bereits kürzlich zitierten > Vortrag in Konstanz..Auch Aussagen über Sachverhalte enthalten Begriffe, ihre > Systematisierung muß die Inhalte (also Merkmale) ihrer Begriffe benutzen. > Also: ohne die Begriffsinhalte zu kennen ist keine Systematisierung möglich, > daher die Bedeutung der Begriffsdefinitionen. > Beste Grüße von Ingetraut Dahlberg > > "Peter Jaenecke" <[email protected]> schrieb: > Lieber Herr Ohly, > > mit meinem Hinweis auf die interne Wissensorganisation wollte ich eigentlich > nur meinen Vortrag an der richtigen Stelle „verorten“. Inzwischen hat das > Thema eine gewisse Eigendynamik entwickelt, und um es sachgemäß zu behandeln, > bedarf es einer Theorie der Wissensorganisation; die gibt es aber, soweit ich > sehe, noch gar nicht, also drehen wir uns ein bisschen im Kreise. Insofern > kommen auch Ihre Fragen > > > welche praktische Relevanz 'innere' vs. 'äußere' Wissensorganisation (oder > > sollte es anders benannt, erklärt werden?) für die Wissensarbeit (was ist > das? > > in der Wissenschaft? in der Dokumentation? in..?) hat und/oder welche > > Implikationen für die Theorie der Wissensorganisation daraus folgern. > > Und wieso diese für die Arbeit wichtig ist. > > zu früh. Allgemein würde ich antworten: Wichtig ist eine Klärung deshalb, > weil es wichtig ist, sich darüber im Klaren zu sein, was man eigentlich tut. > > In einer internen Diskussion stellte sich heraus, dass ‚Systematisierung‘ ein > Schlüsselbegriff ist für den Anfang einer theoretischen Untersuchung. Ich > habe deshalb als Theorieersatz im Anhang eine mit Anmerkungen versehene > Tabelle von Systematisierungsbeispielen angefügt. > > Wie schon aus den Fragezeichen ersichtlich, handelt es sich bei dieser > Tabelle um eine ergänzungsbedürftige Skizze. Aber wie man aus den Lücken im > Periodensystem die Existenz von noch unbekannten Elementen voraussagen > konnte, so ist es vielleicht auch möglich, aus der Kennzeichnung der Spalten > in der Tabelle die Fragezeichen zu eliminieren, Fehlendes zu ergänzen oder > Fehler zu korrigieren. Auch sollte jeder, der mit einer Systematisierung > befasst ist, in der Lage sein, sein Spezialgebiet, sofern es in der Tabelle > noch fehlt, durch Hinzufügen einer weiteren Zeile einzubringen. > > Änderungsvorschläge sind also willkommen. > > Viele Grüße > Peter Jaenecke >
