Frau Ingetraut Dahlberg sei für ihren Beitrag gedankt der die Dinge wieder ins 
Lot bringt.

W.Koch
SaoPaulo

ao.Univ.-Prof.em.Dr.Walter Koch
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Am 10.05.2013 um 13:58 schrieb [email protected]:

> Lieber Herr Jaenecke,
> Sie haben sich mit Ihrer anscheinenden Systematik einer Tabelle zur 
> Systematisierung viel Arbeit gemacht.
> Jedoch muß ich Ihnen sagen, dass man Objekte etc. aus Spalte 1 nicht 
> asystematisieren kann, sie lassen sich  ordnen oder anordnen, aber eine 
> Systematisierung geht nur über die Begriffe der Objekte oder von 
> Sachverhalten, denn Wissen ist nur im Begriff und in Aussagen mit Hilfe von 
> Begriffen. Begriffe sind entweder analysierbar oder können aus Merkmalen 
> ihrer Bezugsgegenstandes gewonnen werden. Durch die Merkmale eines Begriffs 
> (nicht etwa seinen Eigenschaften) sind Zusammenhänge zwischen Begriffen 
> erkennbar und systemierbar. Das habe ich aber schon 1974 in meinem Buch 
> "Grundlagen universaler Wissensordnung"  und in späteren Veröffentlichungen 
> gesagt, zusammenfassend auch noch einmal in dem bereits kürzlich zitierten 
> Vortrag in Konstanz..Auch Aussagen über Sachverhalte enthalten Begriffe, ihre 
> Systematisierung muß die Inhalte (also Merkmale) ihrer Begriffe benutzen. 
> Also: ohne die Begriffsinhalte zu kennen  ist keine Systematisierung möglich, 
> daher die Bedeutung der Begriffsdefinitionen. 
> Beste Grüße von Ingetraut Dahlberg
> 
> "Peter Jaenecke" <[email protected]> schrieb:
> Lieber Herr Ohly,
>  
> mit meinem Hinweis auf die interne Wissensorganisation wollte ich eigentlich 
> nur meinen Vortrag an der richtigen Stelle „verorten“. Inzwischen hat das 
> Thema eine gewisse Eigendynamik entwickelt, und um es sachgemäß zu behandeln, 
> bedarf es einer Theorie der Wissensorganisation; die gibt es aber, soweit ich 
> sehe, noch gar nicht, also drehen wir uns ein bisschen im Kreise. Insofern 
> kommen auch Ihre Fragen
>  
>  > welche praktische Relevanz 'innere' vs. 'äußere' Wissensorganisation (oder
>  > sollte es anders benannt, erklärt werden?) für die Wissensarbeit (was ist 
> das?
>  > in der Wissenschaft? in der Dokumentation? in..?) hat und/oder welche
>  > Implikationen für die Theorie der Wissensorganisation daraus folgern.
>  > Und wieso diese für die Arbeit wichtig ist.
>  
> zu früh. Allgemein würde ich antworten: Wichtig ist eine Klärung deshalb, 
> weil es wichtig ist, sich darüber im Klaren zu sein, was man eigentlich tut.
>  
> In einer internen Diskussion stellte sich heraus, dass ‚Systematisierung‘ ein 
> Schlüsselbegriff ist für den Anfang einer theoretischen Untersuchung. Ich 
> habe deshalb als Theorieersatz im Anhang eine mit Anmerkungen versehene 
> Tabelle von Systematisierungsbeispielen angefügt.
>  
> Wie schon aus den Fragezeichen ersichtlich, handelt es sich bei dieser 
> Tabelle um eine ergänzungsbedürftige Skizze. Aber wie man aus den Lücken im 
> Periodensystem die Existenz von noch unbekannten Elementen voraussagen 
> konnte, so ist es vielleicht auch möglich, aus der Kennzeichnung der Spalten 
> in der Tabelle die Fragezeichen zu eliminieren, Fehlendes zu ergänzen oder 
> Fehler zu korrigieren. Auch sollte jeder, der mit einer Systematisierung 
> befasst ist, in der Lage sein, sein Spezialgebiet, sofern es in der Tabelle 
> noch fehlt, durch Hinzufügen einer weiteren Zeile einzubringen.
>  
> Änderungsvorschläge sind also willkommen.
>  
> Viele Grüße
> Peter Jaenecke
>  

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