Sehr geehrter Herr Umstätter,
in Ihrem letzten Brief an Herrn Ohly sagen Sie, dass sich Wissen aus der Logik der Naturgesetze heraus selbst organisiere. Dazu habe ich eine Verständnisfrage.
Wenn ich einem Team eine Aufgabe stelle und es dann sich selbst überlasse, dann werden sich die Mitglieder selbst organisieren in dem Sinn, dass sie die Teilaufgaben möglichst optimal unter sich aufteilen, dass sie sich gegenseitig kontrollieren und korrigieren usw. Selbstorganisation ist nach diesem Verständnis hauptsächlich durch zwei Dinge charakterisiert: (1) was sich selbst organisieren soll, muss die Fähigkeit haben, agieren zu können, und (2) es muss ein Ziel vorgegeben sein, an der sich die Agierenden ausrichten können.
Was bedeuten aber (1) und (2) in Bezug auf Ihre obige Aussage? Kann denn Wissen agieren und woher weiß es, in welche Richtung es zu gehen hat?
Viele Grüße
Peter Jaenecke
