Hallo *,
Bernhard Dippold schrieb:
> Hallo Stefan,
>
> Danke für Deine Analyse - ich werde sie im internationalen Marketing
> einbringen.
+1
[...]
>>
>> Die Formulierung dazu auf http://why.openoffice.org/ erwähnt
>> Fallstudien, die die 90% ergeben haben. Man sagt also: Es kann Fälle
>> geben, wo das so ist.
>
> Dann ist die internationale Seite also eher konservativ in ihrer Aussage
> und kaum angreifbar.
>>
>> Die Formulierung dazu auf
>> http://de.openoffice.org/marketing/whyOOo.html dagegen muss so
>> verstanden werden, als sei es durch Studien bewiesen, dass die 90%
>> generell oder zumindest im Allgemeinen zutreffen.
>
> Damit haben wir also einen Übersetzungsfehler, der uns diese Probleme
> bereitet?
NEIN. Hier ist es ganz einfach so, dass bei why.openoffice.org die
unselige (weit verbreitete) Unsitte gepflegt wird, alte URLS einfach mit
dem neuen Content zu ersetzen.

http://de.openoffice.org/marketing/whyOOo.html war die korrekte
Übersetzung der ersten Aktion, die diese Aussage auch im Original so
enthielt.
Siehe:
http://why.openoffice.org/getlegal.html

http://de.openoffice.org/marketing/whyOOo_gefaellts_behalts.html ist die
Übersetzung von:
http://why.openoffice.org/keepthecar.html

Die neue Seite wurde noch nicht übersetzt !!!), ebenso wenig wie die
letzte Aktion zu den Sicherheitsproblemen bei MS, die wie auf de eben
bewusst nicht mitgemacht haben.

Diese Formulierung wurde also überarbeitet. Im Ursprung war die Aussage
im englischen Original sogar teilweise optisch verstärkt (schräg), was
wir seinerzeit bewusst raus genommen hatten.

Solche Übersetzungen laufen jeweils über die Liste (wie auch jetzt),
Bedenken werden geäußert, diskutiert und dann wird das Ergebnis umgesetzt.

Also um es noch einmal ganz deutlich zu sagen:
Diskutieren können wir z. Zt. nur über den Inhalt der englischen Seite,
da es noch keine entsprechende deutsche Seite gibt!

Ich ziehe hiermit aber mein Angebot zur Übersetzung dieser Seite zurück,
da ich im Moment gut mit Arbeit versorgt bin und ich denke, dass wir
zuerst klären sollten, ob wir diese neue Aktion überhaupt mittragen wollen.

Ist diese Entscheidung postiv ausgefallen, könnten Stefan  oder Jörg ja
eine Übersetzung zur Diskussion stellen.

Gruß Marko



>
>>
>>>> Es sollte nicht sein, wenn damals sowas ggf. aus Unaufmerksamkeit
>>>>  geschah, das das nun wieder behauptet wird. Zumindest hier auf
>>>> de.ooo waren die Meinungen damals IMHO eindeutig
>>
>> Jacqueline Rahemipour schrieb damals: "Ich schließe mich Jörgs
>> Meinung an. Mir ist auch nicht wohl dabei, solche Analysen als die
>> "Wahrheit" hinzustellen. Es ist einfach nicht richtig, pauschal zu
>> behaupten, dass eine Migration um 90 % billiger ist. "
>>
>> Florian Effenberger schrieb damals: "Jörg hat schon Recht"
>
> Aber damals sprach Jörg von der Gefahr der Pauschalierung, nicht wie
> jetzt von "falschen Behauptungen", bei denen man "im internationalen
> Projekt bleiben will".
>>
>> Der komplette Thread ist hier
>> (http://de.openoffice.org/servlets/BrowseList?list=marketing&by=thread&from=1435241)
>>
>>  und der komische Presseartikel hier
>> (http://computerworld.com.sg/ShowPage.aspx?pagetype=2&articleid=2742&pubid&issueid=66).
>>
>>
>>
>>
> Danke - das hat mir das Nachlesen erleichtert.
>>
>> Meine bescheidene Meinung dazu ist, dass mehr darauf geachtet werden
>> sollte, keine unhaltbaren Aussagen zu machen, falsche Eindrücke oder
>> falsche Erwartungen zu erwecken. Das schadet dem Projekt nur.
>
> Das kann ich voll und ganz unterschreiben - und ich werde im
> internationalen Marketing-Projekt die Aussagen dieses Presseartikels
> noch einmal ansprechen.
>>
>> Meine ganz persönliche Erfahrung dazu:
>>
>> Ich bin im Herbst 2005 auf OOo gestoßen. [...] Das OOo-Projekt, die
>> Hintergründe, OpenSource generell, ODF versus proprietäre Formate,
>> Freiheit und nicht Freibier und und und. Seither bin ich ein Anhänger
>>  aus eher weltanschaulichen Gründen. [...] Sie lesen auf der
>> OOo-Homepage den Satz: "Wenn Sie mit Microsoft Office umgehen können,
>> werden Sie auch OpenOffice.org 2 keine Probleme haben." Dann öffnen
>> sie zum ersten Mal ihre Excel-Datei in Calc und stellen fest, dass
>> man einzelne Zellen nicht per Drag&Drop verschieben kann (Issue
>> 60286) und dass ihre Adressenliste nur noch nach Nachnamen, aber
>> nicht mehr nach Postleitzahl oder Telefonnummer sortiert werden kann
>> (Issue 7277). Dann wenden sie sich enttäuscht ab und behalten eine
>> schlechte Erinnerung.
>>
>> Sorry für die Textmenge. Das war eingangs nicht beabsichtigt. Und ich
>>  hoffe, das alles wird nicht als Mäkeln empfunden. So ist es nicht
>> gemeint. Ich bin mit Feuer und Flamme dabei. Mein Aufruf aber ist,
>> nicht einen Mercedes oder VW anzupreisen, wenn man einen Dacia
>> liefert. Es gibt genug, die gar keinen Mercedes wollen. Die machen
>> wir glücklich.
>
> Danke für diese persönliche Einschätzung, die sehr plastisch
> beschreibt, was Du meinst.
>
> Um bei den Autos zu bleiben: Für mich ist OOo kein Dacia - dafür gibt
> es genügend Bereiche, in denen der "Mercedes" einfach
> Fehlentwicklungen eingebaut hat und den Bezug zu seinen Kunden
> verloren hat.
>
> Für mich gleicht OOo eher einem Familienauto wie dem Skoda Oktavia Kombi:
> - Qualität wie bei VW
> - Preis in einem Rahmen, der akzeptabel ist
> - klare Vorzüge gegenüber Mercedes (wie Ladekapazität / Flexibilität
> im Einsatz / Verbrauch)
> - aber auch deutliche Nachteile (Stabilität / Wiederverkaufpreis / Image)
>
> Auch OOo hat Vorteile und Nachteile gegenüber MS Office. Welche
> Eigenschaften überwiegen, kann man nur im Einzelfall klären.
> Hier kann die positive Einstellung gegenüber OpenSource und Community
> den Ausschlag sehr stark oder nur wenig auf die eine Seite ziehen -
> aber die Entscheidung jedes einzelnen (Entscheidungsträgers) ist
> individuell.
>
> Je mehr Menschen wir mit unserer Arbeit ansprechen (im Sinne von
> anregen), desto mehr wird auch unser Projekt davon haben. Und wenn wir
> im internationalen Marketing hier eher verstören als überzeugen, dann
> sollte darüber diskutiert werden.
>
> Ich werde heute Nacht diese Mail nicht mehr schreiben - ich muss ins
> Bett. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben...
>
> Herzlichen Gruß
>
> Bernhard
>
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