Hallo Michael, Stefan, Jörg, ... eigentlich alle! Entschuldigt bitte, dass diese E-Mail-Konversation etwas unabgeschlossen herumliegt. Leider war mein Augenmerk die letzten Tage auf andere Sachen gerichtet ... wenigstens aber OOo ;-)
Am Sonntag, den 06.12.2009, 21:39 +0100 schrieb Michael Höhne: > Hallo Stefan, > > > Michael Höhne schrieb: > > > > Ein simples Schreibprogramm kommt dagegen mit einer einigen Vorlage (Das > > > Teil, das in Word und Writer "Standard" heißt) aus. Alles andere wird > > > durch hartes Formatieren erledigt. Mit den bekannten Nachteilen: Eine > > > automatische Erstellung von "Infrastruktur" wie Inhaltsverzeichnis o.ä. > > > ist kaum möglich und eine nachträgliche Änderung der Erscheinungsbildes > > > von bestimmten Texttypen bedeutet viel viel Arbeit... > > > > Das ist aber hauptsächlich eine Frage der Arbeitsweise. Ich habe mal > > gelernt, dass man die Struktur eines Textes, also zum Beispiel > > Kapitel und deren Überschriften festlegt, bevor man anfängt zu > > schreiben. Die Gliederung und somit das Inhaltsverzeichnis entsteht > > also als erstes. Dann wird der Text ausformuliert. Zum Schluss, wenn > > alles fertig geschrieben ist, wird formatiert. > > So kenne ich das auch. Viele meiner Texte entstehen sogar als Sammlung > einfacher Textdateien, die als Dateinamen die spätere Überschrift tragen. In > OOo werden die dann in (hoffentlich) sinnvoller Weise importiert und das > Ganze aufbereitet. Hehe, manchmal habe ich das für andere Leute ähnlich gemacht, falls es mit "anderen" Programmen Probleme gab. Den ehemaligen Text in eine Textdatei überführt und dann schrittweise in OOo importiert und final formatiert. Hat eigentlich immer gut formatiert - nur leider hätte der gesamte Text schon längst fertig sein sollen. Die von Euch beschriebene Vorgehensweise versuche auch ich anzuwenden. Allerdings klappt das ja nicht immer. Beispiel: Wie oft ändert sich bei einem Doktoranden der Schwerpunkt des Themas. Und wie oft wollen die Korrektoren den Text, der bitte komplett formatiert vorliegen soll, noch einmal substantiell überarbeitet haben? Oder bei der Bearbeitung von Texten im Unternehmens-Umfeld. Nehmen wir mal Entwicklungsberichte, die auch einer gewissen Änderung unterliegen oder mit jeder Version schrittweise ergänzt werden. Das Einfließen unterschiedlicher Daten führt dann noch eher zu nachträglicher Umstrukturierung. Leider. Wie auch immer, es gibt mehrere - auch an weiteren Sachzwängen - ausgerichtete Vorgehen die Texte (oder ganz allgemein: Dokumente) zu bearbeiten. [...] > > Diese Leute nutzen das Programm professionell und für sich > > gewinnbringend und effizient, benötigen aber viele Funktionen gar > > nicht, die von Dir und mir als konzeptioneller Kern des Programms > > angesehen werden. Ein "einfaches Schreibprogramm" ist für sie > > trotzdem nicht ausreichend. > > Warum nicht? Ernsthafte Frage! > > > > Das glaube ich! Höre ich auch oft genug... Aber es heißt dann auch: Ich > > > möchte gerne ein Bild drehen, Kontrast/Helligkeit/Gammawert verstellen > > > können... > > > > Ja. Ich zum Beispiel will das. > > Ich auch, aber dazu habe ich erprobte Werkzeuge. Auch hier: Warum Resourcen > binden, die anderweitig ggf. fehlen. Ehrlich gesagt würde ich das mal abseits der Ressourcen sehen, weil a) wir Synergien zwischen den Programmen nutzen können, und b) niemand Interesse hat irgendwelche Ressourcen zu investieren, wenn man gar keine Anwender hat :-) Diese erprobten Werkzeuge machen Sinn, wenn man genau weiß, was man machen möchte. Aber, kenne ich den Drehwinkel eines Bilds vorher ganz genau, wenn ich es auf der Seite positioniere? Meistens nicht. Und das gilt auch für andere einfache Operationen... > > > Da es nun etliche gute Programme für den Zweck gibt, ist es doch durchaus > > > berechtigt, auf diese zu verweisen. > > > > Ich will aber beim Arbeiten nicht ständig das Programm wechseln > > müssen. Und ich will mein Bild nicht ständig zwischen OOo und einer > > anderen Anwendung hin und herkopieren. > > Kompromissvorschlag: Ein zusätzlicher Button "Bearbeiten" im Kontextmenü, der > ein externes Bildbearbeitungsprogramm aufruft! Man kann gerne darauf verweisen. Aber, jedes dieser Programme erfordert das Aufsuchen, eine Installation, teilweise üble Einarbeitung, ... Wenn man überhaupt schon weiß, was man genau für den Einsatzzweck benötigt. Denn, das wissen viele Anwender oft nicht - noch nicht mal, dass sie (Achtung, neuer Aufwand!) hier fragen könnten. Warum sollten wir Ihnen das antun? Und warum sollten sie sich dann OOo antun? > > > Ich bin ein absolut überzeugter Vertreter der Philosopie: Besser für > > > jeden Zweck ein geeignetes /kleines) Werkzeug, als eine eierlegende > > > Wollmilchsau, die vorgibt, alles zu können. > > > > Ich denke, OOo Writer hat den Anspruch ein gutes Programm zu sein, > > mit dem man (auch) bebilderte Textdokumente erstellen kann. Der > > Umgang mit Bildern (Scannen, Zuschneiden, Spiegeln, Drehen, > > Kontrast, Helligkeit, Gammawert) wäre demnach schon eine > > Kernfunktion des Programms, also etwas was eine reinrassige Kuh > > leisten können sollte, ohne dabei Eigenschaften anderer Tierarten > > mit übernehmen zu müssen. > > Sorry, sehe ich anders. Man kann auch Präsentationen erstellen, die Videos > beinhalten. Dann wäre doch auch die Videobearbeitung eine Kernfunktion... Du meinst wie bei PowerPoint 2010? Mal so anbei: Ich habe vor kurzem mit einem Kollegen gesprochen, der sehr genau weiß, was ich bei OOo mache. Er selbst schreibt seine Dissertation in Latex und hat auch sonst allerhand drauf. Seine Meinung? "Also so in PowerPoint 2007, also die Schatten für die Grafiken, das sieht schon echt geil aus." Sind Schatten ein Teil der Kernfunktione? Nein. Begeistern Sie für das Program Ja! Aus meiner Sicht müssen wir in jede Richtung sinnvolle Basisfunktionen anbieten - ich sprach ja anfangs mal von 80% der Aufgaben, die damit erledigt werden könne sollten. Dann beginnt der Bereich für Spezialprogramme, da gebe ich Dir absolut Recht. Denn sonst wird aus einer sinnvollen Funktionsauswahl eine wahre Funktionsflut, die man niemandem, dem Anfänger (Lernbereitschaft) oder Experten (Effizienz), antun mag. Übrigens, ich habe Deine Aussagen bezüglich der Dokumentstruktur (ist schon ein paar Meils her) mal als Anlass genommen, endlich eine schon seit Längerem schwelende Idee zu formulieren. Vielleicht ist das ja ein brauchbares Beispiel dafür, wie sowohl Einsteigerfreundlichkeit (mit Hinweisen Hinweisen zum Dokumentaufbau/-inhalt) sowie Unterstützung für erfahrene Anwender kombiniert werden können. Für mich schließt sich das immer noch nicht aus. Hier entlang, ist aber leider in Englisch: http://uxopenofficeorg.blogspot.com/2009/12/brainstorm-new-ideas-document-check.html Und Wiki-Seite: http://wiki.services.openoffice.org/wiki/User_Experience/DocumentCheck Oh, ich muss jetzt echt weg ... Viele Grüße! Christoph --------------------------------------------------------------------- To unsubscribe, e-mail: [email protected] For additional commands, e-mail: [email protected]
