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> Ich persönlich finde, dass bei der Formulierung »Es steht Ihnen
> frei, ...« eher etwas Negatives mitschwingt. Das klingt so wie »Es steht
> Ihnen frei, sich einen anderen Arbeitsplatz zu suchen.« Vielleicht ist
> das aber nur mein persönliches Empfinden. Ich fand »Der Quelltext
> darf ...« irgendwie sachlicher. Wie sehen das die anderen?

Ich hielt es einfach für die elegantere Formulierung, schließe mich da
aber gerne der Mehrheit an. Nur der Ausdruck »abgeleitete Werke« ist
meiner Meinung nach unglücklich; er wird zwar - soweit ich weiß - im
Lizenztext definiert und so verwendet, aber unter »davon abstammende
Werke« kann ich mir auf Anhieb mehr vorstellen.

> Abgleichen nicht, sondern ergänzen. Ich gehe schon davon aus, dass wir
> uns an den GNOME-Standardübersetzungen ausrichten - zu mindestens bei
> Packages und Templates, die mit ubuntu-desktop im Zusammenhang stehen. 
> Schließlich ist Ubuntu ja eine GNOME-basierte Distribution. Übersetzt
> man Packages oder Dokumentationen aus kubuntu oder xubuntu, sind
> natürlich die entsprechenden KDE- oder XFCE-Richtlinien maßgebend.

Hm, natürlich müssen wir uns immer an die aktuellen Richtlinien von z.B.
GNOME halten. Allerdings habe ich mir gedacht: Spricht etwas dagegen,
dass wir umgekehrt auch regelmäßig Verbesserungsvorschläge einbringen,
wenn bei uns ein Konsens darüber besteht, dass eine Standardübersetzung
unglücklich gewählt ist? Welche Meinung dabei im Zweifelsfall mehr zählt
und dass wir erst nach eventueller Änderung der Standardübersetzungen
unsere Übersetzung verwenden würden, steht auf jeden Fall von vornherein
fest.

>> Übrigens befindet sich in den GNOME-Standardübersetzungen
>> ein Fehler: »Internet-Browser« ist - trotz »Internet Explorer« -
>> schlicht und einfach falsch, es müsste »Webbrowser« oder »Web-Browser«
>> heißen. 
> 
> Hm, ich würde es nicht so strikt als Fehler sehen. Wenn man davon
> ausgeht, dass »Web« ein Pseudonym für »Internet« ist und vielleicht mehr
> Leute mit »Internet« etwas anfangen können ist »Internet-Browser«
> eigentlich eine akzeptable Übersetzung, die auch in mehreren Packages
> auftritt.

Meine persönliche Meinung wäre, dass man mit dieser Unterscheidung den
Nutzer nicht unbedingt überfordert, sondern eventuell auch zum
Verständnis der Hintergründe beiträgt. Außerdem denke ich mir, dass die
Wikipedia-Autoren und die Duden-Redaktion sich etwas dabei gedacht
haben, nur den einen Begriff (»Webbrowser«) aufzuführen.

Allgemein finde ich es auch schade, wenn man dazu beiträgt, dass sich
schwammige (bzw. falsche) Begriffe gegen die korrekteren durchsetzen.
Nur als kleines Beispiel, das natürlich keine perfekte Analogie ist: Als
Nicht-Chemiker hat man heutzutage keinen Durchblick, wenn man in die
Zutatenliste eines Lebensmittels schaut und versucht herauszubekommen,
welche chemischen Zusatzstoffe verwendet wurden. Wie viel einfacher wäre
es wohl, sich darunter etwas vorzustellen, wenn immer dieselben und nur
die systematischen Bezeichnungen, die man im Chemieunterricht gelernt
hat, verwendet würden? ;-)

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